Coming Out

Coming Out

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache Deutsch
Untertitel DE, EN, CZ, ES, FR, IT, PT, RU
Genre Drama
Land DDR
Jahr 1989
Regie Heiner Carow
Mit Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer, Michael Gwisdek, Werner Dissel
Produktion DEFA-Studio für Spielfilme
Länge 113 Minuten
FSK Film 12 Jahre
FSK Trailer 12 Jahre

Als erster und einziger Spielfilm der DDR, welcher sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftigt, nimmt COMING OUT eine besondere Rolle im Filmschaffen der DEFA ein. Heiner Carows Filmwerk erzählt die Geschichte des jungen Lehrers Philipp, der im Ostberlin der 80er Jahre in eine existenzielle Krise gerät. Im Zwiespalt zwischen dem Leben mit seiner schwangeren Partnerin und der Liebe zu seinem Freund Matthias, muss er schließlich eine Entscheidung treffen.


Als ambitionierter Lehrer genießt Philipp Klarmann Beliebtheit an seiner Schule. So verliebt sich auch seine Kollegin Tanja in ihn und die beide werden ein Paar. Als Philipp jedoch seinem alten Schulfreund Jacob wiederbegegnet, mit dem er früher eine Beziehung hatte, sieht der junge Lehrer sich mit seiner verdrängt geglaubten Homosexualität konfrontiert. Als er in einer Schwulenkneipe Matthias kennenlernt, verlieben sich die beiden Männer ineinander. Philipp gerät in einen immer größer werdenden emotionalen Konflikt, als er versucht, sowohl die Beziehung zu Tanja als auch die zu Matthias aufrecht zu erhalten. Für Philipp beginnt ein schmerzhafter Prozess des Sich-Erkennens, der zu seinem Coming out und dem offenen Bekenntnis zur eigenen Homosexualität führt.


Als einziger DDR-Spielfilm, der nicht nur tabuisierte Themen wie Rassismus und Rechtsradikalismus abbildet, sondern auch Homosexualität offen zum Thema macht, stellt COMING OUT ein filmhistorisches Zeugnis von besonderer Bedeutung dar. Die Uraufführung des Films am 9. November 1989 in Ostberlin, fand ein so reges Interesse, dass man an diesem Abend zwei Vorführungen organisieren musste. COMING OUT wäre eine Sensation gewesen, wenn sie nicht von einer anderen überlagert worden wäre: Die Kinobesucher*innen erfuhren noch während der Vorstellung, dass die Grenzübergänge in den Westen geöffnet wurden...

Bild © DEFA Stiftung, Wolfgang Fritsche

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.